By Dieter Smolinski

Die vorliegende Arbeit ist im Rahmen eines von mir geleiteten Forschungsvorhabens entstanden, das die Untersuchung und examine der wirtschaftlichen Entwicklungs problematik mit dem Ziel einer Erweiterung der Einsicht in die Grundsatze und Richt linien fur die praktische Wirtschafts-und Finanzpolitik zum Gegenstandhat. Die Aufgabe der Arbeit warfare es, das gleichfalls unter meiner Leitung und Verantwortung entstandene univariabie Diagnose- und Prognosemodell (MIDI-Verfahren) okonomisch zu inter pretieren, seine Anwendung als device der Wirtschafts-und Finanzpolitik darzu legen und seine instrumentelle Bedeutung grundsatzlich abzuwagen. Damit erfullt diese Arbeit nicht nur den Zweck, meine abschlieBende Ergebnisberichterstattung uber das Forschungsvorhaben zu erleichtern, indem ein abgeschlossener Teil vorab publiziert wird, sondern sie erganzt eine gleichfalls als Teilergebnis vorgelegte Arbeit von B. KORTE und W. OBERHOFER (Ein univariables okonomisches examine- und Prognosemodell) uber den mathematischen Gehalt des MIDI-Verfahrens im okonomischen challenge bereich. Beide Teilergebnisse aus meiner mehrjahrigen Forschungsarbeit ubergebe ich in der zweiten Jahreshalfte 1968 zur Veroffentlichung. Ferner mochte ich anmerken, daB die vorliegende Arbeit der Rechts-und Staats wissen schaftlichen Fakultat der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universitat, Bonn, als Disser tation eingereicht und mit summa cum laude, d. h. mit der hochsten uberhaupt zu vergebenden be aware bewertet werden konnte. Die Arbeit ist von ihrem Verfasser unter meiner Leitung angelegt und durchgefuhrt worden; fur die in ihr enthaltenen wissen schaftlichen Aussagen und Ergebnisse kann ich meine voll verantwortliche Zustimmung geben.

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preußische Personalabbau bei Staat und Gemeinden: Erläuterungen der preußischen Personalabbau-Verordnung vom 8. Februar 1924

Dieser Buchtitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer booklet files mit Publikationen, die seit den Anfängen des Verlags von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv Quellen für die historische wie auch die disziplingeschichtliche Forschung zur Verfügung, die jeweils im historischen Kontext betrachtet werden müssen.

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Die als »gleitende Vorausschau« bezeichnete Art und Weise des Prognostizierens ist für das MIDI-Verfahren nicht nur unproblematisch, sondern kann durch eine Periodisierung nach monatlichen Intervallen jene Prognoselücke ausschalten, die etwa bei ]ahresprognosen zwangsläung eintreten muG. Die Leistungsfähigkeit des MIDI-Verfahrens wird in diesem Punkt nur von dem bedingt brauchbaren und nur kurze Prognosefristen abdeckenden Konjunkturtestverfahren 130 erreicht. Besonders zu beachten ist der Teil des Gutachtens, der sich mit der sachlichen Tiefe, dem sachlichen Umfang der mittleren Vorausschau befaBt.

W. A. JÖHR, Konjunktur (I), in: Handwörterbuch der Sozialwissenschaften, Bd. 6, Stuttgart-Tübingen-Göttingen 1959, S. 102. 33 fristige (6 Monate) Erwartung und Planung der Unternehmer erkundet. Für den kurzen Zeitraum sind die Ergebnisse der direkten Prognose durchaus befriedigend gewesen. Die V orhersage für einen längeren Zeitraum mug zwangsläufig unsicher werden, und deshalb versucht man, die erfragten Tendenzen mit anderen Daten und gesicherten Erkenntnissen der wirtschaftlichen Zusammenhänge zu verbinden, urn auf diese Weise die Genauigkeit und Reichweite der Prognose steigern zu können.

Auf Grund der Tatsache, daB die Gesamtentwicklung durch exogene Einflüsse (in zweifacher Hinsicht) gestört wird, sind die Werte - da der Zufall nicht prognostizierbar ist - Wahrscheinlichkeitsangaben, für die der mögliche Fehlerbereich jeweils angegeben wird, denn die Verteilungsparameter der Zufallsimpulse sind exakt quantifizierbar. Die Prognosen nach dem MIDI-Verfahren sind aus diesem Grunde keine Punktprognosen, sondern Intervallprognosen, deren Genauigkeitsgrad nicht steigerungsfähig ist, wenn man einmal von der - allerdings minimalen - Rechenungenauigkeit bei der Verfahrensanwendung absieht.

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